Landtags­wahl 2017 in Schleswig-Holstein: Termin, Prognose und Parteien

Die nächste Landtagswahl in Schleswig-Holstein findet am 7. Mai 2017 statt. Bei der Wahl werden die (mindestens) 69 Abgeordneten des schleswig-holsteinischen Landtags in Kiel gewählt.

LAndtagswahl in Schleswig-Holstein

Meinungsumfragen zu Landtagswahlen in Schleswig-Holstein sind selten. So gab es 2015 keine Umfrage eines großen Umfrageinstitutes und 2016 nur drei. Die Prognose (siehe Diagramm) basiert auf Ergebnissen der letzten zwei großen Umfragen von Infratest dimap im Auftrag des NDR.

Prognose für die Sitzverteilung im Landtag von Schleswig-Holstein

Obwohl der Landtag von Schleswig-Holstein regulär aus 69 Sitzen besteht, kann die Anzahl der Abgeordneten wegen Überhang- und Ausgleichsmandaten in der Praxis deutlich größer ausfallen.

Eine rein theoretische Besetzung des Landtags mit 69 Sitzen könnte laut den oben dargestellten Prognose folgende Sitzverteilung ergeben:

Landtagswahl Schleswig-Holstein: Sitzverteilung nach der Wahl

Landtagswahlen in Schleswig-Holstein

1950 bis 2005: Duell zwischen SPD und CDU

Von 1950 bis in die späten 1980er-Jahre regierte in Schleswig-Holstein die CDU ununterbrochen. Ab 1988 drehte sich der Wind und die SPD konnte vier Wahlperioden in Folge ohne CDU regieren, bis zur Landtagswahl 2005, die im Land zur ersten und bisher einzigen großen Koalition führte.

2009 bis 2017: Neue Parteien mischen sich ein

Bei der vorletzten Landtagswahl im Jahr 2009 lag die CDU neun Prozentpunkte vor der SPD, sie konnte mit der FDP eine schwarz-gelbe Koalition bilden. Bei der letzten Wahl im Jahr 2012 unterlag die SPD der CDU um nur 0,4 Prozentpunkte. Die SPD bildete mit den Grünen und mit dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW), der Partei der dänischen Minderheit, eine sogenannte Dänen-Ampel oder rot-grün-blaue Koalition.

Bei der Landtagswahl 2017 wird die 2013 gegründete AfD in Schleswig-Holstein zum ersten Mal antreten. Laut Umfragen liegt die AfD im Land jedoch unter ihrem bundesweiten Durchschnitt, könnte aber bei Überwindung der Fünf-Prozent-Hürde als fünfte Partei in den Landtag einziehen.
 

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