Landtags­wahl 2017 in Nord­rhein-Westfalen

Zuletzt aktualisiert am 22.05.2017

Die Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen (NRW) fand am Sonntag, den 14. Mai 2017, statt. Offiziell wurde sie „Wahl zur 17. Wahl­periode des Landtags von Nordrhein-Westfalen“ genannt.

Wahlergebnis für NRW: vorläufiges Endergebnis bekannt – siehe weiter unten.

Ergebnis der Landtags­wahl in NRW

Ergebnis NRWWahlergebnis NRW (Energebnis)Vorläufiges amtliches Endergebnis.
Wahlbeteiligung: 65,2 Prozent.

Landtagswahl in NRWPrognose für die Parteien bei der Wahl in NRW

Landtagswahl NRW - Ausgangslage (Ergebnis)

Analyse zum Wahlergebnis der Landtags­wahl in NRW

Aus dem Ergebnis (Hoch­rechnung) der Landtags­wahl in NRW lassen sich folgende Schlüsse ziehen:

  • Das Ergebnis der Landtags­wahl 2017 ist für die SPD das schlechteste der Partei­geschichte in NRW. Als Kon­sequenz hat Hannelore Kraft ihren Rückzug als Landes­vorsitzende angekündigt.
  • Das Ergebnis der CDU fällt um zwei Prozent­punkte höher aus als bei den Umfragen vor der Wahl: Die Partei geht mit 33,0 Prozent der Wähler­stimmen als ein­deutige Siegerin aus der Wahl hervor.
  • CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet wird Minister­präsident Nordrhein-Westfalens, egal bei welcher Koalition.
  • CDU und FDP erreichen zusammen mit 45,6 Prozent­punkten keine Mehrheit der Wähler­stimmen. Dennoch könnte Schwarz-Gelb genügend Sitze im Landtag für eine Mehr­heits­regierung bekommen:
CDU
72
FDP
28
.
.
  • Die AfD erreicht in NRW 7,4 Prozent­punkte und kann als vierte Partei hinter der FDP in den Landtag einziehen.
  • Die Grünen verlieren 4,9 Prozent im Vergleich zur letzten Landtags­wahl. Sie werden fünft­stärkste Partei im Landtag.
  • Die Linke könnte den Einzug in den Landtag knapp verfehlen. Laut Hoch­rechnungen bekommt die Partei 4,9 Prozent der Wähler­stimmen.

Sitzverteilung im Landtag

Bei der Landtagswahl werden die Abgeordneten des nordrhein-westfälischen Landtags gewählt. Der Landtag besteht regulär aus 181 Sitzen.

In der Praxis ist die Anzahl der Abgeordneten wegen Überhang- und Ausgleichs­mandaten deutlich größer: In der Legislatur­periode 2012–2017 hatte NRW sogar 237 Abgeordnete im Landtag.

Nach der Landtagswahl 2017 wird es laut vorläufigem amtlichem Endergebnis 199 Sitze im Landtag geben:

Landtagswahl 2017 in NRW - Sitzverteilung im 17. Landtag

Denkbare Koalitionen nach der Landtags­wahl 2017 in NRW

Schwarz-Gelb am wahrscheinlichsten

Bei den möglichen Koalitionen im Landtag von NRW wird mit einer Besetzung des Landtags mit 199 Sitzen gerechnet. Daraus ergibt sich ab 100 Sitzen eine Mehrheit im Landtag.

Legende: Grüne Zahlen bedeuten eine Mehrheit der Wählerstimmen beziehungsweise der Sitze im Landtag. Rote Zahlen hingegen signalisieren, dass diese Koalition keine Mehrheit hat.

Schwarz-gelbe Koalition (CDU + FDP)

CDU
72
FDP
28
.
.
  • Wählerstimmen: 45,6 %
  • Sitze im Landtag: 100 von 199
  • Ministerpräsident: Armin Laschet (CDU)
  • Letzte schwarz-gelbe Koalition in NRW: Wahl­periode 2005–2010

Obwohl Schwarz-Gelb keine Mehrheit der Wähler­stimmen bei der Landtags­wahl bekommen hat, ergibt sich eine knappe Sitz­mehrheit im Landtag.

Die Linke macht Schwarz-Gelb möglich: Hätte die Links­partei (4,9 Prozent­punkte) die Fünf-Prozent-Hürde über­wunden, und damit mindestens zehn Sitze im Landtag erhalten, hätte Schwarz-Gelb keine Mehrheit im Landtag.

Große Koalition (CDU + SPD)

CDU
72
SPD
69
.
.
  • Wählerstimmen: 64,2 %
  • Sitze im Landtag: 141 von 199
  • Ministerpräsidentin: Armin Laschet (CDU)
  • Letzte Große Koalition in NRW: noch nie vorgekommen

Eine Große Koalition hätte eine deutlich höhere Mehr­heit im Landtag als Schwarz-Gelb. Dennoch erklärte Norbert Römer, Fraktions­chef der SPD nach der Wahl und dem ans­chließen­den Rücktritt von Hannelore Kraft:

Weg frei für Schwarz Gelb

Nach dem angekündigten Wechsel der Sozial­demokraten in die Opposition gilt eine schwarz-gelbe Koalition als sicher.

Koalitionen ohne Sitzmehrheit

Sozialliberale Koalition (SPD + FDP)

SPD
69
FDP
28
.
.
  • Wählerstimmen: 43,8 %
  • Sitze im Landtag: 97 von 199
  • MinisterpräsidentIn: ? (SPD)
  • Letzte sozialliberale Koalition in NRW: drei aufeinander­folgende Wahl­perioden zwischen 1966 und 1980

Rot-grüne Koalition (SPD + Grüne)

SPD
69
G
14
.
.
  • Wählerstimmen: 37,6 %
  • Sitze im Landtag: 83 von 199
  • Letzte rot-grüne Koalition in NRW: Wahl­perioden 2010–2012 und 2012–2017

Mit 83 Sitzen im Landtag wäre ein rot-grünes Bündnis weit entfernt von einer Mehrheit (100 Sitze). Zwar existierte von 2010 bis 2012 bereits eine rot-grüne Minder­heits­regierung.

Mit 90 von 181 Sitzen fehlte damals nur ein Sitz, um eine Mehrheit zu erreichen. 2017 ist Rot-Grün in NRW von einem solchen Ergebnis weit entfernt.

Ausgeschlossene Koalitionen

Ampelkoalition: Rot-Gelb-Grün (SPD + FDP + Grüne)

SPD
69
FDP
28
G
14
.
.
  • Wählerstimmen: 50,2 %
  • Sitze im Landtag: 111 von 199
  • Letzte Ampelkoalition in NRW: noch nie vorgekommen

Mit 111 Sitzen im Landtag wäre eine Ampelkoalition laut Ergebnis das zweitgrößte mögliche Bündnis nach der Großen Koalition. Dennoch hat die FDP eine Ampelkoalition auf ihrem Landesparteitag Anfang April 2017 per Abstimmung ausgeschlossen.

Jamaika-Koalition (CDU + FDP + Grüne)

CDU
72
FDP
28
G
14
.
.
  • Wählerstimmen: 52,0 %
  • Sitze im Landtag: 114 von 199
  • Ministerpräsident: Armin Laschet (CDU)
  • Letzte Jamaika-Koalition in NRW: noch nie vorgekommen

Obwohl sich für eine Jamaika-Koalition eine deutliche Mehrheit im Landtag ergeben würde, ist diese Koalition un­wahrscheinlich. Sylvia Löhrmann, Spitzen­kandidatin der Grünen in NRW, erklärte der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf:

Koalitionen in NRW

Lesen Sie auch:

Ergebnis der Landtagswahl in NRW mit Nichtwähleranteil

Bei der Landtagswahl 2017 in NRW lag die Wahlbeteiligung bei 65,2 Prozent. Üblicherweise wird sie bei der Darstellung von Wahlprognosen oder Wahlergebnissen nicht berücksichtigt.

Die Hauptgründe für die Enthaltung bei Landtagswahlen sind nicht Desinteresse oder Gleichgültigkeit, sondern politische Gründe wie Unmut über Politiker oder Unzufriedenheit mit den Programmen der Parteien.

Beim folgenden Diagramm werden die Nichtwähler nicht ignoriert, sondern ebenso wie die Parteien im Verhältnis zu der Zahl der Wahlberechtigten dargestellt.

Ergebnis der Landtagswahl in NRW mit Nichtwähler

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Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat 17,9 Millionen Einwohner. Davon sind etwa 13,2 Millionen Bürger wahlberechtigt. Die Entwicklung der Wahlbeteiligung in NRW zeigt ein ähnliches Bild wie in anderen Bundesländern. Der Höhepunkt der Wahlbeteiligung war das Jahr 1975: 86,1 Prozent der Wahlberechtigten gingen zur Urne.

Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in NRW

Von 1975 bis 2000 war die Wahlbeteiligung rückläufig, bei ihrem niedrigsten Stand im Jahr 2000 betrug sie nur 56,7 Prozent.

Wahlbeteiligung in NRW bei der Landtagswahl 2017

Bei den letzten Landtagswahlen in fünf Bundesländern im Jahr 2016 ist die Wahlbeteiligung unerwartet hoch ausgefallen. Dies ist zu einem großen Teil auf das Potenzial der AfD zurückzuführen, bisherige Nichtwähler zu mobilisieren.1

Auch in NRW fiel bei der Landtagswahl 2017 die Wahlbeteiligung unerwartet hoch aus: 65,2 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

Mehr zum Thema Wahlbeteiligung: Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen

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Analyse zur Prognose für die Landtags­wahl in NRW

SPD büßt fast sieben Prozent ein

Laut Umfragen2 in Hinblick auf die Landtags­wahl 2017 in Nordrhein-Westfalen könnte die SPD circa 32 Prozent der Stimmen erhalten und ihren Platz als stärkste Partei im Land sogar verlieren.

Der „Schulz-Effekt“ scheint in NRW endgültig verflogen zu sein: Bei Umfragen liegt die Partei auf ihrem Stand von Januar 2017, vor der Nominierung von Martin Schulz als Spitzen­kandidat der SPD für die Bundestagswahl 2017. Auf dem Höhe­punkt des Schulz-Hypes lag die Partei bis zehn Prozent­punkte höher.

Landtagswahl in NRW - Hannelore Kraft

Hannelore Kraft. Foto: Thomas Rodenbücher. Lizenz: CC BY 2.0. Quelle: Flickr

Spitzenkandidatin der SPD ist die 55-jährige Hannelore Kraft, die bereits seit der Landtags­wahl 2010 Minister­präsidentin von NRW ist. Bei den voraus­sichtlich schwachen Ergebnissen der Grünen könnte die jetzige, von Hannelore Kraft geführte rot-grüne Koalition nicht weiter­geführt werden.

Zwei Regierungs­konstellationen scheinen nach der Wahl am wahr­schein­lichsten: eine große Koalition oder eine rot-rot-grünes Bündnis.

CDU gewinnt beinahe fünf Prozent hinzu

Bei der letzten Landtagswahl erhielt die CDU das schlechteste Ergebnis der Partei­geschichte in NRW: Beim End­ergebnis lag die CDU 12,8 Prozent­punkte hinter der SPD.

Bei der Landtags­wahl 2017 ist nicht aus­zuschließen, dass die CDU die Sozial­demokraten überholen wird. Im Vergleich zur Landtags­wahl 2012 gewinnen laut Prognose die Christ­demokraten 4,7 Prozent hinzu, während die SPD 7,1 Prozent­punkte verliert.

Die Progression der CDU in Nordrhein-Westfalen überrascht umso mehr, als die CDU auf der Bundes­ebene Prognosen zur Bundestagswahl 2017 weiterhin große Verluste hinnehmen muss.

Landtagswahl 2017 in NRW - Kandidat der CDU

Armin Laschet. Foto: Metropolico.org. Lizenz: CC BY-SA 2.0. Quelle: Flickr

Spitzenkandidat der CDU ist der 56-jährige Armin Laschet. Seit 2013 ist Laschet Oppositions­führer im nordrhein-west­fälischen Landtag. Zuvor war er Bundestags­abgeordneter (1994–1998) sowie Europa­abgeordneter (1999–2005). Seit 2010 ist er Landtags­abgeordneter in NRW.

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Große Veränderungen bei den kleineren Parteien

FDP auf dem dritten Platz

Alle Umfragen deuten darauf hin, dass die FDP bei der Landtags­wahl dritt­stärkste Partei werden könnte. Der Prognose zufolge könnte die Partei etwa 13,3 Prozent der Wähler überzeugen, das wäre das beste Ergebnis der Partei­geschichte in NRW.

Eine schwarz-gelbe Koalition scheint allerdings un­realistisch: ihr würden mindestens 6 von 181 Sitzen fehlen. Eine Ampel­koalition mit SPD und Grünen wäre das einzige Bündnis, das rechnerisch für die FDP bei den zu erwartenden Ergebnissen möglich wäre.

Ausgerechnet diese Koalition schließt die Partei aus: Die FDP gab bekannt, dass sie nach der Landtags­wahl „unter keinen Umständen Verhandlungen zur Bildung einer sogenannten Ampel-Koalition in NRW aufnehmen“ werde.3

Christian Lindner, FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen

Christian Lindner, FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in NRW. Foto: Dirk Vorderstraße. Lizenz: CC BY 2.0. Quelle: Flickr

Spitzenkandidat der FDP-NRW ist der 38-jährige Christian Lindner. Lindner wurde nach der Niederlage der FDP bei der Bundestags­wahl 2013 zum jüngsten Vor­sitzenden der Parteigeschichte.

Lindner ist auch Spitzen­kandidat der FDP bei der Bundestagswahl 2017.

Deutliche Verluste für die Grünen

Das beste Ergebnis ihrer Partei­geschichte in NRW erreichte Bündnis 90/Die Grünen bei der Landtags­wahl 2010. Die Partei wurde damals mit 12,1 Prozent­punkten zum Königs­macher und bildete mit der SPD eine rot-grüne Minderheits­regierung unter Minister­präsidentin Hannelore Kraft.

Auch bei den vorgezogenen Landtags­wahlen 2012 konnten die Grünen ein gutes Ergebnis erzielen und dritt­stärkste Partei in NRW bleiben. Mit 11,3 Prozent­punkten konnte die Partei die rot-grüne Koalition weiter­führen, diesmal dank einer starken SPD als Mehrheits­regierung.

Bei der Landtagswahl 2017 könnten die Grünen in NRW bis zu fünf Prozent­punkten verlieren. Mit möglicher­weise nur 6,8 Prozent der Wähler­stimmen würde die Partei im besten Fall weit hinter der FDP auf dem vierten Platz landen. Es ist sogar nicht aus­zuschließen, dass die Grünen hinter der AfD auf Platz fünf landen.

Nordrhein-Westfalen: Sylvia Löhrmann in die Kandidatin der Grünen für die Landtagswahl

Sylvia Löhrmann. Foto: Maik Meid. Lizenz: CC BY-SA 2.0. Quelle: Flickr

Die 60-jährige Sylvia Löhrmann ist die Spitzen­kandidatin der Grünen für die Landtags­wahl 2017 in NRW. Bereits 2010 und 2012 war sie auf Platz eins der Landes­liste ihrer Partei.

Seit 2010 ist Löhrmann stell­vertretende Minister­präsidentin sowie Ministerin für Schule und Weiter­bildung unter Minister­präsidentin Hannelore Kraft.

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Voraussichtlich schwaches Ergebnis für die AfD in NRW

Die zum ersten Mal bei der Landtagswahl in NRW antretende Alternative für Deutschland könnte auf Anhieb bis zu sieben Prozent­punkte erreichen. Das läge deutlich unter dem Ergebnis der AfD bei Landtags­wahlen in manchen anderen Bundes­ländern, z. B.:

Die AfD könnte dennoch überraschen, schließlich lag sie bei den Landtags­wahlen im Jahr 2016 zum Teil sogar mehrere Prozent­punkte über den Umfrageergebnissen.

Marcus Pretzell, Kandidat der AfD zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Markus Pretzell, Spitzenkandidat der AfD in NRW. Foto: Metropolico.org. Lizenz: CC BY-SA 2.0. Quelle: Flickr

Der 43-jährige Marcus Pretzell ist seit 2014 Landes­vorsitzender der AfD in NRW. Seit der Europa­wahl 2014 ist Pretzell ebenfalls Mitglied des Europäischen Parlaments.

Dort trat er 2016 der kleinen Fraktion „Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) bei. Die Hälfte der Mit­glieder der ENF sind Ab­geordnete der französischen rechts­extremistischen Partei „Front National“ (FN). Eine der zwei Fraktions­vorsitzenden dieser Fraktion ist Marine Le Pen, die Vor­sitzende des FN.

Seit Dezember 2016 ist Pretzell mit der ehe­maligen Galionsfigur der AfD, Frauke Petry, ver­heiratet. Für die Landtags­wahl 2017 ist er Spitzen­kandidat seiner Partei in NRW.

Comeback für die Linke?

Es ist unsicher, ob die Linke es schaffen wird, 2017 die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden und als sechste Partei hinter den Grünen und der AfD in den Landtag einzuziehen. Bei Umfragen liegt die Linke derzeit bei vier bis acht Prozentpunkten.

Demirel ist Kandidatin der Linke in nrw

Özlem Alev Demirel ist die Spitzenkandidatin der Linkspartei. Foto: Irina Neszeri. Lizenz: CC BY-SA 2.0. Quelle: DIE LINKE Nordrhein-Westfalen auf Flickr

Die NRW-Linke geht mit zwei Spitzen­kandidaten in den Wahl­kampf. Beide sind auch amtierende Landes­sprecher der Partei:

  • Auf Platz eins der Landesliste steht Özlem Alev Demirel. Die 33-jährige Demirel war bereits von 2010 bis 2012 Abgeordnete im Landtag Nordrhein-Westfalen.
  • Auf Platz zwei der Landesliste steht Christian Leye. Der 1981 geborene Volkswirt und Politologe ist Mitarbeiter im Düsseldorfer Wahlkreis­büro von Sahra Wagenknecht, der Spitzen­kandidatin der Linken im Bundestag.

Die Piraten verschwinden aus der politischen Landschaft

Bei den Landtags­wahlen 2017 im Saarland und in Schleswig-Holstein haben die Piraten einen großen Teil ihrer Wähler­schaft verloren:

  • Saarland: Rückgang von 7,4 Prozent bei der Wahl 2012 auf 0,7 Prozent im März 2017
  • Schleswig-Holstein: Rückgang von 8,2 Prozent bei der Wahl 2012 auf 1,2 Prozent im Mai 2017

Die Piratenpartei wird seit Ende 2015 bei den meisten Umfragen zur NRW-Landtags­wahl nicht mehr erwähnt.

Als einziges Umfrage­institut bezieht YouGov die Piraten­partei in ihre Online-Umfragen ein: Laut der Umfrage vom 25.04.2017 könnten die NRW-Piraten mit einem Ergebnis von circa zwei Prozent rechnen.

Alles deutet also darauf hin, dass bei der Landtags­wahl in Nordrhein-Westfalen die Piraten den größten Teil ihrer Wähler­schaft (7,8 Prozent der Stimmen im Jahr 2012) verlieren und aus dem Landtag aus­scheiden werden.

Kandidat der Piratenpartei bei der Landtagswahl 2017 in NRW

Michele Marsching. Credit: Piratenpartei NRW. Lizenz: Public Domain.

Der 38-jährige Michele Marsching ist der Spitzen­kandidat der Piraten­partei bei der Landtags­wahl 2017 in NRW.

Seit 2012 ist Marsching Landtags­abgeordneter der Piraten­partei im nord­rhein-west­fälischen Landtag und seit 2015 zusätzlich Fraktions­vorsitzender. Seine Schwer­punkte sieht er in der Schul- und Religions­politik sowie in der Stärkung der Demokratie.

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Wann wird das Wahlergebnis in NRW verkündet?

Noch in der Wahlnacht oder am Tag nach der Wahl verkündet der Landeswahlleiter das vorläufige Endergebnis.

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Der Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Foto: Varus111. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Quelle: Wikipedia

Das endgültige Ergebnis wird erst mehrere Tage nach der Wahl veröffentlicht. So wurde es bei der letzten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zehn Tage nach der Wahl bekannt gegeben.

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Q&A: Häufig gestellte Fragen zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Hier werden die meistgestellten Fragen zum Ablauf der Wahl be­antwortet. Klicken oder tippen Sie auf eine Frage, um die Antwort aufzuklappen.

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  1. Quelle: Stern, Die AfD mobilisierte bisherige Nichtwähler, 13.10.2016
  2. INSA-Umfrage vom 09.05.2017 im Auftrag der „Bild“ sowie Forschungsgruppe Wahlen-Umfrage vom 11.05.2017 im Auftrag des ZDF. Quelle: Wikipedia, Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017.
  3. Quelle: RP-Online, Lindner will Ampel-Koalition in NRW ausschließen, 31.03.2017
  4. Bundeswahlordnung auf gesetze-im-internet.de

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