Prognose für die Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt

Umfrageergebnisse als Grundlage für eine Prognose zum Ergebnis der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt

CDU, SPD und Linke als große Verlierer

Die Landtagswahl 2016 wird in Sachsen-Anhalt zu einem bedeutenden Rückgang bei den etablierten Parteien führen. Laut einer Umfrage1 im Hinblick auf die Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt verliert die SPD die meisten Stimmen und rutscht mit nur 17 Prozent der Stimmen (-4,5 Prozent) auf den vierten Platz, d. h. hinter die AfD.

Die Linke ist mit 20 Prozent der zweitgrößte Verlierer der Wahl (minus 4 Prozent), bleibt aber mit nur 2 Prozent mehr als die AfD weiterhin die zweitstärkste Partei. Die CDU, die bei Prognosen für die Bundestagswahl 2017 bundesweit Verluste von bis zu 10 Prozent hinnehmen muss, wird in Sachsen-Anhalt voraussichtlich „nur“ 2,5 Prozent einbüßen und erhält 30 Prozent der Wählerstimmen.

AfD an dritter Stelle

Die zum ersten Mal bei der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt antretende AfD erreicht laut Umfrage auf Anhieb 18 Prozent und positioniert sich damit als drittstärkste Partei. Das zu erwartende hohe Ergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt liegt circa 7 bis 8 Prozent höher als das Ergebnis bundesweiter Umfragen zur Bundestagswahl 2017, bei denen die AfD bei 10 bis 11 Prozent potenzieller Wählerstimmen liegt.

Grüne und FDP kämpfen um ihren Einzug in den Landtag

Bei der letzten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Jahr 2011 konnten die  Grünen mit 7,1 Prozent der Stimmen zum ersten Mal seit 1994 wieder in den Landtag einziehen. Bei Umfragen zur Landtagswahl 2016 bekommen die Grünen 2 Prozent weniger Stimmen als 2011, laut Umfrage 5 Prozent, was eine Überwindung der Fünf-Prozent-Hürde unsicher macht.

Bei der FDP droht das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde noch stärker als bei den Grünen: Bei Umfragen pendelt die Partei zwischen 4 und 5 Prozent.

Eine extrem niedrige Wahlbeteiligung

Bei der Landtagswahl 2006 wurde in Sachsen-Anhalt mit 44,4 Prozent die historisch niedrigste Beteiligung aller deutschen Landtagswahlen erreicht. Bei der Wahl 2011 betrug die Wahlbeteiligung immerhin 51,2 Prozent, das insgesamt zweitniedrigste Ergebnis. Es gibt derzeit keine Umfragewerte zur möglichen Wahlbeteiligung für die Landtagswahl 2016.

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  1. Quelle: Im Auftrag von RTL am 09.03.2016 veröffentlichte Forsa-Umfrage

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